Investitionen zahlen sich aus

Investitionen zahlen sich aus

Neue Arbeit Gesellschaften legen Jahresbericht 2017 vor

„Des einen Freud ist des anderen Leid“, könnten die Neue Arbeit Gesellschaften die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes trefflich kommentieren. Zwar sollte die boomende Wirtschaft gute Voraussetzungen bieten, um Langzeitarbeitslosen und behinderten Mitmenschen den Weg in den ersten Arbeitsmarkt zu ebnen. Doch leider geht die gute Konjunktur an dieser Personengruppe vorbei. Denn mit dem Wachstum der Wirtschaft wächst auch der Leistungsdruck auf die Mitarbeiter. Langzeitarbeitslose und Menschen mit Handicap benötigen bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt aber eine intensive und menschliche Begleitung. Eine Aufgabe, der deshalb die Gesellschaften mit dem Signet „Neue Arbeit“ ihr Hauptaugenmerk widmen. In ihrem Jahresbericht 2017 erklären die  Tochterunternehmen des Diakonischen Werks detailliert, welche Maßnahmen sie im vergangenen Jahr ergriffen haben, um möglichst vielen Menschen aus dem Langzeitbezug in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu helfen.

Bereits seit 1989 verknüpft die Neue Arbeit unternehmerisches Handeln und soziales Engagement, indem sie Langzeitarbeitslose auf die Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarkts vorbereitet. In 2017 standen die Zeichen dabei ganz auf Investitionen. Insgesamt sechs Millionen Euro investierten die drei Gesellschaften Neue Arbeit GmbH, Neue Arbeit Integration und Neue Arbeit Service in ihre Produktionsbereiche im Gewerbegebiet Mönchengladbach Hardt und in das Wilhelm-Kliewer Haus im Hardter Wald. Zwei Drittel davon flossen alleine in die Instandhaltung und in den dritten Neubau des Wilhelm-Kliewer-Hauses. Ein Investment, das die außergewöhnliche Lage des Hauses und die Qualität des Angebotes noch einmal hervorhebt. Zur Eröffnung des Neubaus im Herbst 2017 kamen über 1.300 Besucher, Tagungsgäste, Freunde des Hauses, Vereinsmitglieder und Familien. Rund 20.000 Übernachtungen verbuchte das idyllisch gelegene Haus im vergangenen Jahr; 15 festangestellte Mitarbeiter sowie 30 Teilzeit-Mitarbeiter, mit und ohne Einschränkungen, sind dort heute angestellt. Tendenz steigend aufgrund der hohen Akzeptanz in der Region für Feiern von Familien und Firmen, Tagungen von Unternehmen mit und ohne ortsnaher Unterbringung sowie für Gruppenreisen ins Herz des Naherholungsgebietes Hardter Wald.

Einen hohen Stellenanteil hat im Jahresbericht auch die Tätigkeit der Neue Arbeit Integration GmbH. Der Spezialist für Kunden des Health Care Bereichs bearbeitet pro Tag bis zu 38.000 kg Wäsche für den Gesundheitssektor. Gut 180 Krankenhäuser, Kliniken und Senioreneinrichtungen in NRW und Rheinland-Pfalz nutzen die Dienstleistungen. Gut 20 Millionen Stations- und Berufswäscheteile werden alljährlich im hochmodernen Betrieb in Mönchengladbach-Hardt umgeschlagen. Im Fokus des Unternehmens liegt indes auch hier die Integration von Langzeitarbeitslosen oder Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen in den Arbeitsmarkt. Wie menschlich dies in einem Betrieb erfolgt, der dennoch oder gerade deshalb bei seinen Kunden mit Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit punktet, belegen im Jahresbericht unter anderem Interviews mit heute Festangestellten.

Auch im Jahr 2018 verfolgen die Neue Arbeit Gesellschaften dieses Ziel: So sollen mindestens 22 schwerbehinderte Menschen in der Produktion eingestellt werden. Weitere Stellen sind geplant. Schon heute zählen die drei Gesellschaften fast 300 Beschäftigte.

2018-08-16T09:55:55+00:00